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18.09.2009

Mit Burgfest zufrieden, für Weihnachten noch auf der Suche

Wettenberg (no). Mit dem historischen Marktfest vom 4. bis 6. September war das am Mittwoch unter Vorsitz von Hans-Peter Steckbauer im Luxemburg-Zimmer von Burg Gleiberg tagende Vereinskartell Krofdorf-Gleiberg durchaus zufrieden: um die 4000 Besucher, ein noch nicht näher zu beziffernder Erlös in fünfstelliger Höhe und vor allem viel Lob der einheimischen wie auswärtigen Gäste ob der Qualität und Vielfalt. Statt feist und fett eher wohltuend fein und frisch sei es gewesen, hieß es. Die Folge: 2011 kommt es zur Neuauflage - allerdings konzentriert auf Burghof und Oberburg. Beim kurzfristigen Blick nach vorn auf den vorweihnachtlichen Markt in Krofdorf gab’s dann allerdings auch Bauchgrummeln im Kartell: Die Hauptstraße ist als Veranstaltungsfläche gestrichen worden, alles wird auf den Straßenzug Insel- / Rodheimer Straße zwischen Backhaus und Kirche konzentriert. Motto: mehr Klasse, weniger Masse. Das Interesse auswärtiger Marktbeschicker hält sich sehr in Grenzen - ist gleich Null.

Gleibergfest-Organisator Oliver Wegener wies bei seiner Rückschau - nach umfassendem Dank - auf das bemerkenswerte Echo etwa der Mittelalter-Gruppen und -Handwerker hin: Die wollten alle wiederkommen, fragten schon nach der Neuauflage. Abgesehen vom total verregneten Auftakt - nur 50 »Zahlende« bei »Kork« statt der kalkulierten 500 - sei man mit dem Besuch mehr als zufrieden. Wettenberg habe wie eine Eins gestanden, das Gleiberger Land könnte noch etwas besser beworben werden. Nicht zu vergessen: Die regionale Konkurrenz an den Sommerwochenenden ist mittlerweile immens. Für Heiterkeit in der Runde der etwa 40 Vereinsvertreter sorgten Wegeners »Randnotizen«. So war’s beispielsweise vorgekommen, dass am Sonntag nach dem letzten »Absacker« eine Handvoll Marktbeschicker im Burghof eingeschlossen worden war, die man dann um Mitternacht nach ‘zig Telefonaten (»Wer hat einen Schlüssel...?«) befreit habe.

Ralf Volgmann vom Verein Bürger-Projekt Gleiberg lobte die Arbeit Wegeners: Ohne diesen wäre es nicht ein solch hochgelobtes Fest geworden. Bürgermeister Gerhard Schmidt erinnerte an die Familienfreundlichkeit der Veranstaltung: »Gute Strukturen« seien es gewesen; bei einer Neuauflage müssten nurmehr kleine Rädchen gedreht, aber nicht mehr das Rad neu erfunden werden. Wegener und Volgmann erhielten für ihren Einsatz von Schmidt, Steckbauer und Dr. Jürgen Leib (Gleiberg-Verein) Urkunden. Sachgeschenke werden nachgereicht beim »Dankeschön-Abend« für alle intensiver tätigen Akteure am 13. November auf der Burg; dann ist auch mit Bekanntgabe des Veranstaltungserlöses zugunsten der weiteren Burg-Sanierung zu rechnen.

2010 steht der Gleiberg zum »Tag des öffentlichen Denkmals« (12. September) im Blickpunkt; unter anderem im Zusammenhang mit dem »250-Jährigen« des Siebenjährigen Krieges.

Der Arbeitskreis Weihnachtsmarkt kommt, wie es hieß, das nächste Mal am 7. Oktober zusammen. Bis dahin sollen für den 29. November (Erster Advent) auch auswärtige Händler mit ausweislich »gutem Angebot« angeschrieben worden sein. Der Bürgermeister sprach diesbezüglich von einem »Neuanfang: Mit Traditionsmärkten wie in Lich und Grünberg können wir nicht mithalten!«

Gießener Allgemeine, 18.09.2012.